Als großer Fan der Damen die während der Monarchie alleine ein Unternehmen geschupft haben und als ebenso großer Fan von Bonbonniere bin ich natürlich Stammgast im Demel und laß mir gerne von Touristen die Schwingtür gegen die Schulter werfen und ringe auch wenn es sein muss mit Japanerinnen im Windfang nur um eine kleine Tour durch den Shop zu machen, mir die schönen Verpackungen anzusehen und mir hin und wieder eine zu gönnen. Auch der Weg in die Innenstadt führt meist am Schaufenster vorbei, alleine das ist ein Genuss. Das Museum zu besuchen war lange auf meiner To-Do List und es war wieder eines dieser Museen wo ich als einzige, dafür topmotivierte Besucherin pünktlich Spalier stand.

Noch ein paar Worte zu Anna Demel und den Geschäftsauslagen.

Anna Demel wurde 1956 als erster Frau der Titel Kommerzialrat verliehen. Ihr zu Ehren kreierte man die Annatorte. Sie war es auch, die sich trotz Verbot und Strafe der Anweisung widersetzte, alle K. u. K. – Schriftzüge zu entfernen.

Die Gestaltung der Auslagen ist Baron Federico Berzeviczy-Pallavicini zu verdanken. Er heiratete die adoptierte Nichte Anna Demels und war Künstler und Schüler der Wiener Werkstätte. Er zeichnete die Verpackungen und machte die einzigartige Auslagengestaltung. Diese sind neben anderen historischen Objekten im Museum gehortet und kommen je nach Saison wieder in die Auslagen.

DEMEL MUSEUM

https://www.demel.com

Freitag 10-12 Uhr

Eintritt 4€ (kostenlose Minischokolade inkludiert)